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Marketingziele, Zielgruppen und SWOT

In 30 Sekunden

Bevor du Werbung machst oder Preise festlegst, klärst du: Was wollen wir erreichen (Marketingziele) und wen wollen wir erreichen (Zielgruppe)? Dazu teilst du den Markt in Gruppen auf (Marktsegmentierung) und prüfst mit der SWOT-Analyse, wo du stark bist und was von außen auf dich zukommt.

Danach kannst du:
  • Ökonomische und psychologische Marketingziele unterscheiden und SMART formulieren
  • Märkte nach demografischen, geografischen, psychografischen und verhaltensbezogenen Merkmalen segmentieren
  • Eine Persona für eine Zielgruppe beschreiben
  • Eine SWOT-Analyse aufstellen und Stärken/Schwächen von Chancen/Risiken trennen
Zwei Arten von Marketingzielen
Ökonomische Ziele
  • •Direkt in Zahlen messbar
  • •Umsatz, Absatz, Marktanteil, Gewinn, Deckungsbeitrag
  • •z. B. Absatz von „Luna“ um 10 % steigern
Psychologische Ziele
  • •Wirken im Kopf der Kunden
  • •Bekanntheit, Image, Kundenzufriedenheit, Markentreue
  • •z. B. Bekanntheit bei Architekten auf 40 % erhöhen

Psychologische Ziele sind oft die Vorstufe der ökonomischen. Wer eine Marke kennt und mag, kauft eher. Gemessen werden sie mit Befragungen, z. B. „Kennen Sie die Marke Lumen?“.

Merke

Gute Ziele sind SMART: spezifisch, messbar, attraktiv bzw. akzeptiert, realistisch, terminiert.

Nicht smart: „Wir wollen bekannter werden.“ Smart: „Die gestützte Bekanntheit der Marke Lumen bei Innenarchitekten in Hessen steigt bis 31.12. von 25 % auf 35 %.“

Marktsegmentierung heißt: Du teilst einen großen, gemischten Markt in kleinere Gruppen auf, die in sich möglichst ähnlich sind. Eine Gruppe, die du gezielt ansprechen willst, ist deine Zielgruppe. So musst du nicht mit der Gießkanne werben.

KriteriumMerkmaleBeispiel Lumen
demografischAlter, Geschlecht, Einkommen, Beruf, Familienstand, BildungPaare 30 bis 45 Jahre mit hohem Einkommen
geografischLand, Region, Stadt/Land, KlimaGroßstädte in Deutschland, Österreich, Schweiz
psychografischLebensstil, Werte, Einstellungen, Interessendesignbewusst, legt Wert auf Nachhaltigkeit
verhaltensbezogenKaufhäufigkeit, Markentreue, Preisbewusstsein, Mediennutzung, Kaufortkauft online, vergleicht auf Instagram und Pinterest
Segmentierungskriterien
Beispiel: Persona für die Stehleuchte „Aurora“

Eine Persona ist eine erfundene, aber typische Person aus der Zielgruppe. Sie macht die Zielgruppe greifbar.

Lena, 34, Grafikdesignerin aus Frankfurt

  • wohnt mit Partner in einer Altbauwohnung, Haushaltsnetto 5.200 €
  • liebt skandinavisches Design, kauft lieber weniger, dafür hochwertig
  • holt sich Ideen auf Instagram und Pinterest, bestellt meist online
  • ärgert sich über Leuchten, deren Kabel man sieht, und über billige Haptik

Frage im Team: „Würde Lena diese Anzeige anklicken?“

Die SWOT-Analyse fasst die Lage auf einer Seite zusammen. Sie hat zwei Blickrichtungen:

  • intern (im Unternehmen, beeinflussbar): Strengths (Stärken) und Weaknesses (Schwächen)
  • extern (Umfeld, nicht beeinflussbar): Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken)
internextern
positivStärken: eigenes Designteam, Fertigung in Deutschland, gute Kontakte zu ArchitektenChancen: Trend zu Smart Home, Nachfrage nach regionalen und langlebigen Produkten
negativSchwächen: kleiner Onlineshop, geringe Markenbekanntheit bei EndkundenRisiken: günstige Importe aus Asien, steigende Energie- und Materialpreise
SWOT-Analyse Lumen Leuchten GmbH
Von der SWOT zur Strategie
  1. 1
    Stärken + Chancen

    ausbauen: Smart-Home-Variante mit eigenem Design entwickeln

  2. 2
    Schwächen + Chancen

    aufholen: Onlineshop verbessern, um den Trend zu nutzen

  3. 3
    Stärken + Risiken

    absichern: „Made in Germany“ und Qualität gegen Billigimporte betonen

  4. 4
    Schwächen + Risiken

    vermeiden: keinen Preiskampf eingehen

Prüfungsfalle

Stärken/Schwächen und Chancen/Risiken werden oft vertauscht. Frag dich: Kann das Unternehmen das selbst beeinflussen? Ja, dann intern (Stärke/Schwäche). Nein, dann extern (Chance/Risiko). „Steigende Rohstoffpreise“ ist also ein Risiko, keine Schwäche.

Eselsbrücke

Ökonomische Ziele erkennst du daran, dass sie mit € oder Stück direkt messbar sind. Alles, was im Kopf der Kunden passiert (kennen, mögen, zufrieden sein), ist psychologisch.

Lieber schauen als lesen?

Kurze Erklärvideos zum Thema. Das Video lädt erst, wenn du auf Play tippst. Geprüft am 6.10.2026.

MARKTSEGMENTIERUNG - Was ist eigentlich...?
Marketinginstitut · auf YouTube öffnen
SWOT-Analyse mit Beispiel - Aufbau und Vorgehen einfach erklärt
Studyflix · auf YouTube öffnen

Fachbegriffe auf Englisch

In der Prüfung können englische Fachbegriffe vorkommen.

Zielgruppetarget group / target audience
Marktsegmentierungmarket segmentation
Stärkenstrengths
Schwächenweaknesses
Chancenopportunities
Risikenthreats
Bekanntheitsgradbrand awareness

Jetzt du

Starte mit den leichten Aufgaben. Falsche Antworten landen automatisch in deiner Wiederholungsliste.

0 von 9 gelöst
Aufgabe 1ZuordnenEinstieg

Ordne die Ziele zu.

Image als nachhaltiger Hersteller aufbauen
Kundenzufriedenheit verbessern
Marktanteil bei Pendelleuchten auf 5 % erhöhen
Umsatz mit „Nova“ um 8 % steigern
Aufgabe 2ZuordnenEinstieg

Ordne das Merkmal dem Segmentierungskriterium zu.

Alter 25 bis 35 Jahre
bestellt mehrmals im Jahr im Onlineshop
legt Wert auf nachhaltigen Konsum
wohnt in Großstädten in Süddeutschland
Aufgabe 3AuswahlPrüfungsniveau
Situation

Für die SWOT-Analyse der Lumen Leuchten GmbH hat das Team mehrere Punkte gesammelt.

Welche Punkte gehören zu den Chancen (Opportunities)?

Mehrere Antworten sind richtig (2).

Aufgabe 4AuswahlPrüfungsniveau

Welches Marketingziel erfüllt die SMART-Regel?

Aufgabe 5Richtig/FalschPrüfungsniveau

Richtig oder falsch?

Stärken und Schwächen beziehen sich auf das Unternehmen selbst.
Eine Persona ist eine echte Kundin, die interviewt wurde.
Steigende Materialpreise sind eine Schwäche des Unternehmens.
Marktsegmentierung hilft, Streuverluste in der Werbung zu verringern.
Aufgabe 6LückentextEinstieg
In der SWOT-Analyse steht S für , W für , O für und T für .
Aufgabe 7ReihenfolgePrüfungsniveau

Bringe die Schritte der Marketingplanung in eine sinnvolle Reihenfolge.

Mit den Pfeilen in die richtige Reihenfolge bringen.

  1. 1.Maßnahmen umsetzen
  2. 2.Situationsanalyse (Marktforschung, SWOT)
  3. 3.Marketingziele festlegen
  4. 4.Marketing-Mix planen (4 P)
  5. 5.Erfolg kontrollieren
  6. 6.Zielgruppe bestimmen
Aufgabe 8Freie AntwortKnifflig
Situation

Lumen Leuchten bringt die Tischleuchte „Nova Eco“ heraus: Gehäuse aus recyceltem Aluminium, austauschbares LED-Modul, Preis 159 €. Die Marketingleitung bittet dich, die Zielgruppe zu beschreiben.

Beschreibe eine passende Zielgruppe anhand von mindestens drei Segmentierungskriterien und formuliere ein SMART-Ziel für die Einführung.

Aufgabe 9Freie AntwortKnifflig
Situation

Die Geschäftsleitung der Lumen Leuchten GmbH plant, stärker an Endverbraucher zu verkaufen. Bisher liefert Lumen vor allem an Möbelhäuser und Architekturbüros.

Erstelle eine SWOT-Analyse mit je einem Punkt pro Feld und leite eine Strategie ab.

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